Oachkatzelschwoaf – Fazit

Hallo Freunde,

erst einmal die Erklärung zum „Oachkatzelschwoaf“. Als Oachkatzel bezeichnen die Österreicher das Tier, das bei uns Eichhörnchen heißt. Der Oachkatzelschwoaf ist also der Eichhörnchenschwanz (ja,hihi, ich habe „Schwanz“ geschrieben). Um ihre Neidgefühle gegenüber den hochdeutsch sprechenden Ausländern zu verstecken, tarnen sie diese indem sie sich über die Dialektfreiheit und die Unfähigkeit, sich komplett unverständlich zu artikulieren, lustig machen. Dazu eignet sich „Oachkatzelschwoaf“ besonders gut. Zuerst muss der Hochdeutsche seine Zunge verrenken um den „Oa“-Laut authentisch zu imitieren, dann wird das „ch“ so gesprochen als würde man ein Schweinegrunzen zum Ausdruck bringen wollen, das „katzel“ wird noch das Leichteste sein-allerdings muss darauf geachtet werden,dass das „e“ nicht zu lang gezogen wird- und beim „schwoaf“ kann einfach das Zungenbrecher-Wissen aus Schritt eins angewendet werden. Hier ein kurzer akustischer (und optischer) Genuss:

Quelle: Youtube

Nun also mein Fazit zu Wien: Ich würde immer wieder gern nach Wien fahren, drei Tage sind einfach viel zu kurz um alle tollen Cafés (ich habe mich übrigens nicht fünfundzwanzig Jahre beim Hotel Sacher für einen drei Millionen Euro teuren Krümel der berühmten Torte angestellt, die soll aus der Tiefkühltruhe sowieso viel besser schmecken), öffentliche Toiletten und Wiener Schnitzel  kennenzulernen. Wien ist mit seinen schönen Altbauten – die sich viel zu oft mit den sogenannten „Kaninchenställen“ abwechseln oder aber mit einer riesigen Mc-Donalds-Leuchtreklame verschönert wurden-und der unglaublichen Sauberkeit (ich bin in keinen einzigen Hundehaufen gelatscht!) eine wirklich tolle Stadt. Ich will aber noch die Lippizaner sehen, in den Schönbrunner Zoo, die Oper besuchen, zum Naschmarkt und und und. Der Sissi-Kult ist zwar übertrieben, die Preise für einen Picoliter Kaffee ausbeuterisch hoch und das Volksmusikgedudel anstrengend – aber die Schönheit der Stadt überwiegt ganz klar. Die Rentner würde ich allerdings nicht in meinen Koffer packen. Es hat mehrere Wochen und die intensive Lektüre verschiedenster Jugendsprachewörterbücher gebraucht bis ich wieder vernünftig mit meinen gleichaltrigen Freunden kommunizieren konnte.

Zum Abschluss noch ein Video. Wien, wo sind deine Frauen?

Quelle: Dailymotion

Ein letztes Mal Servus!

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Veröffentlicht in Wien

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